Für Wildtierfotografie gibt es unendlich viele Möglichkeiten, aber gar nicht so viele Bücher, die konkret diesem Thema gewidmet sind. Häufig findet man zu dem Thema auch etwas in Naturfotogrdafiebüchern, weshalb ich zwei besondere auch in diese Auswahl mit aufgenommen habe.
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Beste Bücher Tierfotografie
Für Hunde- und Pferdefotografie gibt es eigene Werke. Zoofotografie machen wir seit vielen Jahren nicht mehr, da wir die Haltungsbedingungen meist nicht als artgerecht genug empfinden. Deshalb stellen wir in diesem Artikel Bücher vor, die sich vorwiegend auf frei lebende Tierarten vor der eigenen Haustür konzentrieren. Voraussetzung bei all den Büchern ist, dass du bereits die Grundlagen der Fotografie beherrscht und deine Kamera selbst einstellen kannst.

Wildtiere fotografieren – Die Tierwelt vor deiner Haustür entdecken
Das Buch von Anskar Lenzen und Lea Milde aus dem Rheinwerk Verlag ist 2026 erschienen und damit das aktuellste zu dem Thema. Im Vergleich zu anderen Werken wird hier der Abschnitt über Kameraausrüstung und -einstellungen sehr kurz auf 20 Seiten abgehandelt und teilweise bei den einzelnen Kapitel näher darauf eingegangen. Der Fokus liegt stattdessen auf der Bildgestaltung und den verschiedenen Lebensräumen, nach denen das Buch gegliedert ist: Wald, Feld & Wiese, Moor & Heide, Flüsse & Seen, Küste, Gebirge und Lebensraum Stadt.

In den verschiedenen Exkursionen wird näher auf einzelne Tierarten eingegangen. So wird beispielsweise der Feuersalamander beschrieben, sein Habitat vorgestellt und Tipps zum Finden und Fotografieren gegeben. Außerdem werden auch Steckbriefe ausgewählter Tiere mit Angaben zu Größe, Gewicht, Färbung, Nahrung, Verhalten und Fototipps, wie z. B. von den Watvögeln Sanderling, Austernfischer und Säbelschnäbler oder auch Insekten, wie europäische Gottesanbeterin, schwarze Heidelibelle und blauflügelige Ödlandschrecke vorgestellt.
Fazit:
Wenn du auf der Suche nach etwas kreativer gestalteten Wildtieraufnahmen bist, ist dieses Buch eines der Besten, das wir bisher gefunden haben. Noch mehr Fokus auf Kreativität legt das Buch Gute Fotos, harte Arbeit, das wir in unserem Artikel zu Naturfotografie Buchtipps bereits vorgestellt haben.
Um aus dem Buch Wildtiere Fotografieren* möglichst viel herauszuholen, solltest du die Grundlagen der Fotografie und Bildgestaltung bereits gut beherrschen. Dann wirst du einerseits viel über unterschiedliche Wildtierarten lernen, als auch zahlreiche Inspirationen für spannende Bildkompositionen aus diesem Werk mitnehmen können. Positiv hervorheben möchte ich, dass der Rheinwerk Verlag in Deutschland auf nachhaltigem Papier mit mineralölfreien Druckfarben druckt!

Workshop Wildtierfotografie vor der eigenen Haustür
Super finde ich, dass der Autor, Mario Müller, gleich am Anfang Tipps zum verantwortungsbewussten Umgang mit Wildtieren gibt. Meines Erachtens nach ist das das oberste Gebot bei jeder Tierfotografie! Außerdem erklärt der Autor wie man lernt, Arten zu bestimmen, Tierverhalten und wechselnde Tarnung und Gefieder rund ums Jahr zu erkennen. Denn neben dem fotografischen Können ist Artenkenntnis der wichtigste Faktor für großartige Tierbilder!
Anschließend folgen Tipps zu Kameraausrüstung und -einstellung, sowie zur Tarnung mit Tarnkleidung, Tarnzelt & Co. Kapitel 3 widmet sich der Wildtierfotografie im Jahresverlauf mit Themen wie Balz, Brut, Vogelzug, Jungtiere und Wintergäste. Anschließend werden verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten von Porträts über Action bis zu Mitziehern vorgestellt. Im 5. Kapitel liegt der Fokus auf der Bildgestaltung mit Tipps zu Licht, Zeitpunkt und Bildkompositionsregeln.
Im großen letzten Kapitel werden 40 Praxis-Workshops vorgestellt mit so unterschiedlichen Themen wie Ansitzfotografie, Schnabelleuchten, Wassertropfen oder Formationsflug.
Fazit:
Das kompakte, in Deutschland gedruckte, Buch im A5-Format mit 250 Seiten ist 2021 erschienen und eignet sich sehr gut zum Mitnehmen, im Vergleich zu den meisten anderen Fotobüchern. Durch die kurzen, übersichtlich gestalteten Texte kann man die Inhalte schnell erfassen. Hilfreich finde ich auch die in hellen Kästchen hervorgehobenen Tipps, z. B. mit Richtwerten zum Einfrieren von Bewegungen oder zum Führen eines Fototagebuchs. Die schönen Bilder würde ich eher im Bereich der dokumentarischen Wildtierfotografie, als in der kreativen ansiedeln. Workshop Wildtier Fotografie* ist ein wirklich gelungenes, übersichtliches Praxisbuch für Einsteiger, die daraus zahlreiche, wertvolle Tipps umsetzen können.

Wildlife Fotografie
Das Buch von Christoph F. Robiller von 2016 aus dem dpunkt Verlag ist noch immer eines der besten und umfangreichsten Werke für Wildtierfotografie. Denn hier werden alle Themen nochmal ausführlicher als in den anderen Büchern vorgestellt. Nach einem Kapitel zu Kameratechnik und Ausrüstung geht Robiller auf Methoden und Vorgehensweisen bei einem Wildlife-Fotoprojekt ein, wie Versteckfotografie und Kurzzeitfotografie, auch mit Blitz. Danach folgt ein eigenes Kapitel zur Säugetierfotografie mit Tipps zu Tarnkleidung, Fotopirsch, Lockmittel und der verschiedenen Säugetiergruppen.
Die Kapitel 5-13 sind jene, die dieses Buch so besonders machen. Denn hier stellt Robiller auf 160 Seiten konkrete Reiseziele für Wildtierfotografie in Deutschland, Finnland, Island, Spanien, Sardinien und Osteuropa mit zahlreichen Tipps vor. In Deutschland geht der Autor näher auf die Darß-Zingster Boddenkette, die Feldberger Seenlandschaft, die mittlere Havel und den Thüringer Wald ein.
Fazit:
Auf knapp 400 Seiten hat der Autor hier eine sehr fundierte Einführung in das Thema Wildlife-Fotografie geliefert, die sowohl Theorie und Praxis abdeckt und gleich auch zahlreiche Orte für die Durchführung eigener Fotoprojekte vorstellt. Die gezielt vorgestellten Orte für Wildtierfotografie machen das Buch besonders für Einsteiger so besonders, da gerade das Herausfinden von Locations und dem richtigen Zeitpunkt am Anfang schwierig sein können. Die Fotos sind eher im klassisch dokumentarischen Stil.
Wir empfehlen Wildlife Fotografie* ambitionierten und fortgeschritteneren Hobbyfotografen, die Ihre Kameras bereits gut beherrschen. Diese können aus dem Buch viele hilfreiche Tipps und Ideen mitnehmen. Auch der dpunkt Verlag achtet auf die Umwelt und druckt in Deutschland auf nachhaltigem Papier und mit mineralölfreien Druckfarben!
Meine Naturfotografie Bücher Empfehlung
Naturfotografie im Garten Tipps
Das Buch von Jonathan Fieber, das 2025 im dpunkt Verlag erschienen ist, fokussiert sich ganz darauf, Lebensräume im eigenen Garten zu gestalten, um dann dort eine möglichst große Artenvielfalt fotografieren zu können. Im ersten Teil des Buches erklärt der Autor, wie man Wasserstellen, Trockenmauern, Nisthilfen, Totholz, Vogelfütterung und Co., Tiere in seinen Garten bekommt. Im 2. Abschnitt geht es um das Technische, von Brennweiten über Lupbenobjektive bis zu Blitzen, Kamerafallen, Unterwasserfotografie und Tarnmöglichkeiten.

Der 3. und letzte Abschnitt ist dann Fotoworkshops im eigenen Garten gewidmet mit kreativen Ideen wie Stubenfliegen auf einem Spiegel aufnehmen bis zum Einfangen des Flugs von Glühwürmchen und Singvögel durchs Fenster fotografieren. Beim Großteil der vorgestellten Projekte geht es um die Tierfotografie.
Fazit:
Naturfotografie im Garten richtet sich an fortgeschrittene FotografInnen mit größerem Garten und ausreichend Zeit, um selbst geeignete Habitate zu schaffen. Viele der Fototipps kann man aber auch in freier Wildbahn umsetzen. Die Fotoideen reichen von klassisch dokumentarisch bis kreativ inspirierend. Das meiste kannst du aus dem Buch herausholen, wenn du technisch affin bist und gerne auch mit komplexeren Szenarien mit verschiedenem Zubehör wie Fernauslöser, Blitz, Diffusor, LED-Leuchte & Co. experimentierst.
Naturfotografie für Jugendliche
Für dieses Buch, das 2026 im dpunkt Verlag erschienen ist, hat die Herausgeberin Silke Hüttche mit Mitgliedern der Jugendgruppe des GDT (Gesellschaft deutscher Naturfotografen e.V.) zusammengearbeitet. Der überwiegende Teil der vorgestellten Projekte ist der Tierfotografie gewidmet. Die sieben Teile des Buches widmen sich den Themen Wildes Leben im Stadtpark, Auf Feldern und Wiesen, Heimliche Waldbewohner, Amphibien und Reptilien, Die Welter der kleinen Lebewesen, Tierische Nachbarn und Unterwegs. Die Fotothemen werden mit sieben Exkursen zu Themen wie achtsames Verhalten in der Natur, Bildgestaltung, Filmen oder Aufnahmetechnik ergänzt. Die vorgestellten Fotoideen reichen vom Sommergoldhähnchen über Waschbären bis zu Blindschleiche, Wasserläufer und Robben.

Fazit:
Naturfotografie für Jugendliche* eignet sich absolut auch für Erwachsene! Gerade für Einsteiger in die Tierfotografie kann ich dieses Buch aufgrund der einfachen Erklärungen sehr empfehlen. Durch die Beiträge zahlreicher AutorInnen umfasst das Werk eine spannende Bandbreite an Themen und Bildgestaltungsideen. Ein sehr schön gestaltetes Buch mit klassischen, aber auch kreativen Wildtierbildern, das Lust darauf macht, die Kamera zu schnappen und sofort loszulegen!
Weitere Naturfotografie Buchtipps findest du in dem verlinkten Beitrag.
Wildtiere beobachten lernen
Neben Kameratechnik und Bildgestaltung ist ein möglichst fundiertes Wissen zu den Tierarten, die du fotografieren willst, das Um und Auf. Hier stelle ich dir zwei Bücher vor, die dir dabei helfen, Wildtiere besser kennenzulernen und schließlich zu finden.
Tiere beobachten mit dem Wildtierguide
Um Wildtiere fotografieren zu können, musst du sie zuerst einmal finden. Dabei hilft dir das wunderschöne gestaltete Tiere Beobachten* aus dem Kosmos Verlag enorm! Die ausklappbaren Umschlagklappen bieten eine schnelle Übersicht über die 69 vorgestellten Tierarten sowie einen Dating-Kalender, der zeigt, wann die besten Chancen zur Sichtung bestehen. Die Artenvielfalt reicht von Amphibien und Reptilien über Säugetiere und Insekten bis zu Vögeln. Ergänzend liefert dir die kostenlose App die passenden Tierstimmen dazu. Zu jeder Art gibt es praktische Beobachtungstipps. Ein inspirierendes & praktisches Geschenk für alle, die Wildtiere entdecken und fotografieren möchten.
Tierspuren lebensgroß
Tierspuren Lebensgroß,* ebenfalls aus dem Kosmos Verlag ergänzt den „Wildtier-Guide“ ideal und hilft dabei, Spuren in der Natur sicher zu bestimmen. Die Umschlagklappen zeigen Trittsiegel und Gewölle verschiedener Arten inklusive Maßskala zur Größenbestimmung. Im Buch selbst werden Bauten, Nester, Fraßspuren, Gewölle und Losung verständlich erklärt. Anschließend folgen übersichtliche Porträts der Spuren von Paarhufern, Raubtieren, Hasenartigen, Nagetieren, Insektenfressern und Vögeln. Ein robustes, nützliches Werk für alle, die unterwegs Spuren lesen und Wildtiere besser verstehen möchten.
Bücher, Apps und Tools für Vogelfotografie findest du in dem verlinkten Beitrag.
Tierfotografie für Anfänger – einfache Möglichkeiten finden
Eine gute Möglichkeit, um Wildtiere auch bei nicht so viel Artenkenntnis oder wenig Zeit fotografieren zu können bieten fixe Tarnverstecke (auf englisch Hides genannt), die man buchen kann. In Österreich gibt es, unseres Wissens nach, nur das Vogelfotoversteck der St. Martins Therme & Lodge im Burgenland, das wir in unserem Artikel über den Nationalpark Neusiedlersee Seewinkel vorgestellt haben.
In anderen Ländern, wie in den Niederlanden, England, Finnland oder Polen sind sie wesentlich mehr verbreitet. Eine der besten Möglichkeiten für das Fotografieren unterschiedlichster Arten von Braunbären über Dachse, Waldvögel und jetzt sogar auch Wölfe, bietet Slowenien. Unseren Erfahrungsbericht dazu kannst du in unserem Beitrag Bären fotografieren in Slowenien nachlesen, in dem du auch Fotos der verschiedenen Verstecke siehst.
Eine weitere, relativ einfache Möglichkeit für Wildlifefotografie bieten Naturparks, wo die Tiere mehr an Menschen gewöhnt sind.

Unser Tipp: Tierfotografiekurs online deutsch von Fabian Fopp
Wenn du einen gut erklärten und ansprechend gestalteten Wildtierfotografiekurs suchst, dann bist du beim Schweizer Tierfotografen Fabian Fopp richtig! Mit dem Code „Fotonomaden“ bekommst du auf Fabians Produkte sogar einen Rabatt oder ein zusätzliches E-Book!





