Wir lieben es, Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum zu beobachten und fotografieren zu können. Egal, ob Bären in Kanada, Elefanten & Giraffen in Namibia oder giftige Schlangen in Costa Rica. Für manche Tiere braucht man zum Glück gar nicht so weit weg fahren. Auf Helgoland kann man wunderbar Robben fotografieren – mit ihren supersüßen Babys! Wenn du das dieses Jahr auch machen willst, dann wird es höchste Zeit zu planen 🙂

fotonomaden robben fotografieren helgoland robbenbaby

f/6,3, IS0 640, 1/250 Sek., 600 mm

Auf der vorgelagerten Sanddüne, die sich nur einige 100 Meter vor Helgoland befindet, tummeln sich immer wieder Robbenkolonien. Die Jungen kommen von November bis Jänner zur Welt. Man darf sich den Tieren bis auf 30 Meter nähern und hat so die Möglichkeit, spannende Fotos zu schießen. Durch den Golfstrom ist das Klima mild und man kann bei schönem Wetter auch mal ohne Handschuhe fotografieren 😉

Die Anreise nach Helgoland

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Im Sommer wird die Sanddüne, auf der sich im Winter die Robben tummeln, als Badedüne genutzt. Im Frühling kann man hier viele Vögel beobachten. Daher gibt es zu diesen Jahreszeiten mehrere Fährverbindungen aus Hamburg und Co. nach Helgoland. Im Winter gibt es nur eine Reederei, die die einzige Hochsee-Insel Deutschlands anläuft. Die Fahrt dauert knappe 3 Stunden und gefahren wird bis zur Windstärke 9. Wir hatten bei Hin- und Rückfahrt gute Bedingungen und sehr wenig Seegang. Alle Details zur Anreise findest du in unserem kostenlosen „Robben fotografieren Miniguide.“

Wir waren im Dezember 2016 auf Helgoland. Um die Anreise etwas entspannter zu gestalten, fuhren wir mit dem Nachtreisezug von Sankt Pölten nach Hamburg und verbrachten dort 2 Tage, bevor die Reise weiter ging. Auch Hamburg bietet jede Menge Foto-Motive. Sehr gut haben uns das Hafengelände, die Elb-Philharmonie und der alte Elb-Tunnel gefallen. Im „Robben Fotografieren Mini-Guide“ gibt´s noch mehr Tipps für tolle Foto-Locations in Hamburg und wie du mit einem Öffi-Ticket eine Hafenrundfahrt machen kannst.

Helgoland: Unterkunft & Selbstversorgung

fotonomaden robben fotografieren helgoland

Angekommen sind wir in Helgoland gegen 13 Uhr bei traumhaften Wetter. Sonnenschein, fast kein Wind und ca. 15 Grad (zuvor in Hamburg: 2 Grad). Wir haben uns im Vorfeld für ein günstiges Apartment entschieden, wo wir uns selber verpflegt haben, was leicht möglich ist, da das letzte Dünentaxi um 16 Uhr von der Sanddüne zurück nach Helgoland fährt. Unser Tipp: Such‘ dir ein Quartier im Unterland, da von dort das Dünentaxi weggeht.

Helgoland selbst ist relativ überschaubar, man kann aber eine kleine Rundwanderung machen und ein paar Dinge besichtigen. Das Angebot im Dezember ist hier aber stark eingeschränkt. Bei unserem Besuch war weder das Hallenbad noch das Meeres-Museum offen. Für die Rundwanderung hat das Wetter nicht gepaßt. Toll fanden wir jedoch, dass die Insel praktisch autofrei ist und nur vereinzelt kleine Elektro-Transporter unterwegs sind.

Für Selbstversorger gibt es 3 Edeka-Märkte und einen Bäcker. Wer, so wie wir, veggie/vegan ißt, wird beim Sortiment positiv überrascht sein. Es gibt einige Bioprodukte und man findet sogar Nußmus und Chiasamen. Ansonsten kann man sich bei schlechtem Wetter die Zeit im Fotogeschäft, etlichen Duty-Free- und Souvenir-Läden vertreiben, wo vor allem die Sanddorn-Produkte und Tees positiv hervorstechen.

Überfahrt zur Düne

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Von 8-16 Uhr geht alle 30 Minuten die Fähre von Helgoland zur Düne, wo die Robben sind. Die Überfahrt dauert nur ein paar Minuten. Auf der Düne befindet sich ein kleiner Flughafen, eine Ranger-Station (mit WC!), ein Camping-Platz (im Winter geschlossen) und einige Häuschen, wo man im Sommer auch wohnen kann. Verpflegung und Co. gibt’s im Winter auf der Düne nicht, man nimmt sich also entweder selber etwas mit oder fährt mit dem Dünentaxi wieder zurück. Der Preis für eine Fahrt (hin und retour) ist 5 EUR pro Person. Nähere Infos dazu auch im „Mini-Guide“.

Robben fotografieren auf der Düne

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f/8, IS0 400, 1/500 Sek., 600 mm

Auf der Düne selbst gibt es den Nord- und den Südstrand. Auf den diversen Strandabschnitten ist auch unterschiedlich viel los. Wo man die besten Fotos machen kann, hängt davon ab, wie viele Robben gerade da sind, zu welcher Tageszeit man fotografiert (wo die Sonne steht) und wie gut man sich in die Natur einfügen kann.

Wir hatten Glück und die ersten 1 ½ Tage gutes Wetter. Fast keinen Wind, keinen Regen und immer wieder mal Sonnenschein. Die restlichen 3 Tage gab’s leichten Nieselregen, eine dicke Wolkenschicht und eher stürmischen Wind. Unser Tipp: Pufferzeit für schlechtes Wetter einplanen, damit man auf jeden Fall schöne Fotos machen kann!

Am Strand selbst konnten wir uns mit unserer Ausrüstung gut bewegen und kamen uns auch nicht mit anderen Fotografen in die Quere. Beim Fotografieren sollte man mindestens 30 m Abstand zu den Tieren halten und sich nie zwischen Jungtiere und Mütter platzieren. Ausserdem sollte man schleunigst seinen Platz verlassen, wenn Robben-Bullen sich auf einen zu bewegen. Da sich an einigen Strandabschnitten die Position der Robben laufend verändert, sollte man auf alle Fälle regelmäßig über die Schulter schauen, ob sich nicht gerade ein neugieriges Jungtier (inkl. Mutter) nähert.

Die besten Fotos kann man machen, wenn man sich auf Augenhöhe mit den Tieren begibt. Deshalb unbedingt Kleidung auswählen, mit der man sich problemlos am Boden legen kann und die auch vor Kälte schützt. Tipps zum Fotografieren findest du im „Mini Guide“.

Ausrüstung für’s Robben Fotografieren

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f/6,3, IS0 250, 1/400 Sek., 500 mm

Wir haben früher versucht mit einem 2-fach Adapter von Nikon und dem 70-200mm Nikkor f/2.8 auszukommen, wenn  wir Tiere fotografiert haben. Mit dem Konverter ergab sich so eine Brennweite von maximal 400mm auf unseren 2 Vollformat-Kameras. Kurz vor unserer Reise haben wir uns entschlossen,  in ein neues 600 mm Tele-Objektiv zu investieren. Hier eine Liste der Ausrüstung, die wir dabei hatten:

Was wir nicht gebraucht haben, waren unsere Unterlegsmatten für den Strand. Die hatten wir zwar mit, aber haben sie nach dem ersten Strandtag nicht mehr mitgenommen. Wir hatten entweder Skihosen oder Regenhosen an, um uns auf den Boden legen zu können.

Was andere mit hatten und vielleicht noch praktisch gewesen wäre:

  • Eckla Beach-Rolly – damit haben einige Fotografen ihr Zeug transportiert
  • Fotohandschuhe – über die wir einen ausführlichen Testbericht geschrieben haben.

Mich hat das Planen und Recherchieren für den Trip ziemlich viel Zeit gekostet. Die kannst du dir jetzt sparen, indem du dir einfach unseren 8-seitigen kostenlosen Mini-Guide runterlädtst.

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Robben Fotografieren - Mini Guide

> An- & Abreise, Unterkünfte & Co.

>> Nützliche Foto- und Ausrüstungs-Tipps 

>>> Die besten Plätze zum Fotografieren im Überblick

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Wir würden uns riesig über Feedback zum Mini-Guide freuen! Natürlich kannst du uns hier auch gerne Frage stellen, wenn du noch was wissen willst 🙂

About Author

Markus Haffert

Ist der mit dem Technik-Spezialwissen bei den Fotonomaden, egal, ob’s um ein neues Kameramodell, Lightroom oder Photoshop geht. Außerdem ist er der Profi für die quirligen Motive, von Menschen bis zu Moschusochsen :-)

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