Kuba Rundreise individuell: Tipps und Tricks

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Wir waren vom 13.05. -05.06.2010 in Kuba auf eigene Faust unterwegs und haben hier unser ganzes Wissen für die Planung und Durchführung einer Individualreise zusammengefasst. Die Links zu unseren Reiseberichten findest du am Ende des Artikels.

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Unterkünfte und Transportmittel buchen:

Wir sind mit Air France über Paris Charles de Gaulle geflogen. 

Unser Mietauto, die Touristenkarten und unser Hotel in Havanna haben wir hier gebucht und es hat alles super geklappt. Bis auf die 1. Nacht in Havanna, hatten wir keine Unterkünfte im Vorhinein gebucht, das haben wir alles vor Ort gemacht. Allerdings ist es gut, vor dem Weiterfahren schon eine Unterkunft im nächsten Ort zu organisieren. Oft können die Gastgeber in den Casa Particular (wie B&Bs) diesbezüglich weiterhelfen. Ansonsten wird man beim Aussteigen aus dem Bus sehr bedrängt, weil einem jeder eine Unterkunft aufschwatzen will. Die Casa Particular Unterkünfte sind schön eingerichtet im Vergleich zu den nüchternen staatlichen Hotels und wir haben dort auch mit Abstand am Besten gegessen.

Wir haben teilweise ein Mietauto gehabt, längere Strecken sind wir auch mit dem Bus gefahren. Busfahrpläne und Infos dazu findet man bei ViazulMit dem Auto hatten wir selbst kein Problem. Allerdings sind die Straßen teils in extrem schlechtem Zustand, vor allem in Santiago de Cuba. Von dort sind wir weiter entlang der Küste gefahren, da war’s ganz besonders arg. Am besten ist, wenn du dich über die aktuellen Zustände der Straßen für die Routenplanung vorab online informierst und vor Ort dann nochmal nachfragst. Wir konnten Straßen fahren, die im Reiseführer als schlimm angegeben waren, aber inzwischen schon besser waren.

Falls Du auf eigene Faust unterwegs bist rechne damit, dass permanent Leute im Auto mitfahren wollen und dabei extrem hartnäckig sind. Oft haben sie stundenlang auf uns gewartet, bis wir von Wanderungen zurückgekommen sind. Wir wurden auch darum gebeten unsere Kleidung herzugeben oder Seife. Vielleicht hast Du ja ein paar ältere Sachen, die du dann dort lassen könntest, bevor du zurück fliegst. 

Privatsphäre hatten wir in Kuba sehr wenig.

Günstig Geld abheben und wechseln:

Merke dir unbedingt den PIN deiner Kreditkarte, damit du beim Bankomaten Geld abheben kann. Sonst zahlt man teils horrende Spesen von 11%. Ansonsten konnten wir bei der BFI Bank ohne PIN problemlos und ohne größere Spesen wechseln.

Vor Betrügern wappnen:

Die Kubaner sind echt gefinkelt. Obwohl wir beide schon viel gereist sind, sind wir mehrmals auf Tricks hereingefallen. Zum Teil auch, weil wir beide nicht Spanisch sprechen. Achtung: Schon wenn wer gut Englisch spricht, ist das oft schon ein Warnzeichen!

Lies immer im Reiseführer nach, z.B. ob wo Eintritt zu bezahlen ist. Vor einer Wallfahrtskirche hat sich ein Kubaner bei uns fast auf die Motorhaube gelegt, um uns Tickets um ca. € 10 Euro dafür anzudrehen. Dafür hatte er Heiligenbildchen eingeschweißt…der Eintritt ist aber gratis! Genauso passiert bei einer Wanderung in einem Naturpark. Wir haben gezahlt, um nachher festzustellen, dass das noch gar nicht die richtige Stelle dafür war!

In Restaurants stelle immer sicher, daß du vorher eine Speisekarte mit Preisen siehst für das, was Du bestellst. Wir waren mal in einem Restaurant mit Einheimischenwährung und da meinten sie dann, ob wir nicht vor dem Essen einen Cuba Libre wollen. Für den haben wir dann in der Touristenwährung Länge mal Breite gezahlt.

Kläre immer vorher ab, was etwas kostet. Uns hat eine Zimmervermieterin bedrängt, dass wir unser Auto unbedingt beim Nachbarn gegenüber über Nacht hinter den versperrten Zaun stellen sollen – zur Sicherheit. Am Schluß wurde uns das dann auch wieder ordentlich verrechnet.

Falls Du Zigarren kaufen willst, immer NUR in den staatlichen Geschäften, alle anderen sind normalerweise gefälscht und enthalten großteils gar keinen Tabak. Uns hat jemand 4 Autostunden (!) vor dem Zielort für seine Betrügereien ausgewählt. Er hat uns gebeten, ihn mitzunehmen, weil ihm angeblich sein Auto eingegangen sei. Die ganze Fahrt über haben wir sehr nett in gutem Englisch geplaudert. Er war sehr interessiert am Leben in Österreich und hat uns viel Spannendes über Kuba erzählt. Bei der Ankunft hat er uns als Dankeschön auf eine Tabak-Kooperative mitgenommen, wo wir gesehen haben, wie Zigarren hergestellt werden und, wo man fotografieren darf. Zum Abschied wollte er unbedingt noch Mail-Adressen austauschen, um in Kontakt zu bleiben und ein gemeinsames Foto machen. 

Ein paar Tage später erfuhren wir von einer Führerin im Nationalpark, dass die gekauften Zigarren definitiv nicht echt sind und wahrscheinlich sogar sehr wenig Tabak enthalten. Obwohl wir die Warnungen vorher gelesen hatten, hatten wir nie geglaubt, dass uns jemand so weit entfernt schon abpasst, um uns dann zu betrügen.

Fotografieren:

Motive gibt es in Kuba wie Sand am Meer. Spannender als die Landschaft fanden wir den antiquierten Lebensstil mit Eselkarren, US-Oldtimern und Co. Auch die Kubaner selbst sind wunderbare Motive, allerdings erwarten die meisten davon für Fotos Geld, auch die Kinder! Unser absolutes Highlight war Trinidad mit seinen vielen bunten Häusern aus der Kolonialzeit und den unzähligen Straßenmusikern.

Lerne Spanisch:

Für uns war’s ohne Spanisch teils sehr schwierig, sich zu verständigen. Dank Karins Italienisch-Kenntnissen ging es mit Hand und Fuß irgendwie. Diskutieren oder Feinheiten verstehen ist damit aber nicht drin. Unser Tipp: Nimm‘ dir einen kleinen Sprachführer für Spanisch mit und lerne schon vorab die wichtigsten Vokabeln und Phrasen

Wenn du jetzt gespannt bist, wie es uns auf der Reise ergangen ist, dann lies‘ dir doch unsere Reisegeschichten durch, die wir live aus Kuba gepostet haben:
18. Mai Durch den wilden Westen
23. Mai Hola aus Holguin
27. Mai Im heißen Oriente
2. Juni Santiago de Cuba und der Süden

Unsere Kuba-Reise war noch vor der Zeit, als wir unsere Foto-Ausbildung gemacht haben. Mittlerweile hat sich fotografisch viel getan bei uns. Wenn du gerne coole Reise-Fotos machen möchtest, dann schau‘ dir die aktuelle Bildanalyse Reisefotografie Kuba an.

About Author

Markus Haffert

Ist der mit dem Technik-Spezialwissen bei den Fotonomaden, egal, ob’s um ein neues Kameramodell, Lightroom oder Photoshop geht. Außerdem ist er der Profi für die quirligen Motive, von Menschen bis zu Moschusochsen :-)

2 Kommentare

  1. Hej Karin,

    bin total begeistert von dem Foto der „mujer de muchos colores“. Bin schon gespannt auf die weiteren Fotos.
    Einen schönen Urlaub!
    Liebe Grüße,
    Sabine

  2. Pingback: Kuba-Nachrichten vom 06.03.11 Reise-Hinweis.de

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